Andachts- und Gebetsräume
Blumengesteck im Gebetsraum

Andachts- und Gebetsräume

Orte der Besinnung in den Terminals am Flughafen Frankfurt

Menschen aus dutzenden Nationen und verschiedenen Glaubensrichtungen landen täglich am Flughafen Frankfurt. Diese Passagiere haben die Möglichkeit, ihren Glauben auch auf Reisen zu leben. Denn in den insgesamt neun Kapellen und Gebetsräumen in beiden Terminals finden sie einen Ort zum Innehalten und Beten. Außerdem gibt es gemeinsame Veranstaltungen der Religionsgemeinschaften, wie das jährlich im November stattfindende Fest der Abrahamischen Religionen.

Bereits in den 1970er Jahren eröffnete der Flughafen Frankfurt in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau und dem Bistum Limburg die erste Kapelle. Im Laufe der Jahre hat sich der Wunsch und auch der Bedarf erhöht, so dass das Angebot um jüdische und muslimische Gebetsräume erweitert wurde. „Diese Ausgewogenheit und Vielfalt der Religionen hinsichtlich der Gebetsräume ist einzigartig für einen Flughafen“, erklärt Christian Meyer, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Diversity und Soziales bei Flughafenbetreiber Fraport.

Alle drei monotheistischen Weltreligionen unter einem Dach

In der ökumenisch genutzten Kapelle im öffentlichen Bereich des Terminal 1 finden täglich eine katholische Eucharistiefeier (heilige Messe) und mehrmals wöchentlich evangelische Andachten und Konzerte statt. Auch in den Transitbereichen beider Terminals stehen jeweils ein christlicher, ein jüdischer und ein muslimischer Gebetsraum offen.

In der christlichen Flughafenseelsorge arbeiten zwei katholische Patres, eine evangelische Pfarrerin und ein evangelischer Pfarrer. Sie erteilen Reisesegen, halten Taufen und Trauerfeiern, stehen Angestellten und Reisenden für seelsorgerische Gespräche zur Verfügung und arbeiten bei Sorgen und Notfällen eng mit dem kirchlichen Sozialdienst am Flughafen zusammen.

Die muslimischen Gebetsräume werden meist um die Mittagszeit, besonders aber zum Freitagsgebet besucht. „Ein Mitarbeiter unseres Teams für Interkulturelle Angelegenheiten hilft zum Beispiel auch Muslimen, die auf der Hadsch – der Pilgerreise nach Mekka – sind und über Frankfurt reisen, die traditionelle Kleidung anzulegen“, berichtet Christian Meyer.

In diesem Jahr weihte der Oberrabbiner Israels den neuen jüdischen Gebetsraum im Terminal 1 in Halle C ein. Außerdem wurde der muslimische Gebetsraum im Transitbereich in Terminal 1 renoviert. 

Wie wichtig die Andachts- und Gebetsräume für viele Reisende sind, zeigt ein Blick in die Kommentarbücher, die dort ausliegen: Ob eine christliche Reisegruppe auf Pilgerfahrt, ein muslimischer Geschäftsmann oder eine jüdische Familie auf dem Weg in den Urlaub – sie alle haben darin ausgedrückt, wie „froh und dankbar“ sie für diesen Rückzugsraum an Deutschlands größtem Flughafen sind. „Vielen Dank für solch unerwartete Ruhe am Flughafen Frankfurt. Es ist gut zu wissen, dass es unterwegs so einen Ort gibt, wo man in Stille beten kann“, schrieb ein Passagier.

Mit dem Leitbild „Gute Reise! Wir sorgen dafür“ richtet Flughafenbetreiber Fraport den Fokus konsequent auf den Passagier und seine individuellen Bedürfnisse. Aus diesem Anspruch leitet Fraport immer wieder neue Services und Maßnahmen ab, die kontinuierlich zur Steigerung der Aufenthaltsqualität und Kundenfreundlichkeit an Deutschlands wichtigstem Verkehrsknotenpunkt beitragen. Mehr Informationen zu den vielfältigen Services am Flughafen Frankfurt finden Fluggäste und Besucher auf der Reise-Homepage, im Service-Shop sowie über die Social-Media-Kanäle auf Twitter, Facebook, Instagram und YouTube.

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