Auf Tauchstation
Trockenaushub von Terminal 3

Auf Tauchstation

Nach dem Trockenaushub wird es im nächsten Bauabschnitt nass. Auch Taucher zählen dann zu den Bauarbeitern.

 

Taucher auf der T3-Baustelle? 2017 wird das Wirklichkeit. Denn dann startet mit dem Spezialtiefbau der nächste große Bauabschnitt. Nach dem Trockenaushub, der auf einer Fläche von 65.000 Quadratmetern und einer Tiefe von 5,5 Metern Platz für das neue Terminal geschaffen hat, geht es nun noch weiter runter: Im Nassaushub heben die Bauexperten die Baugrube weiter um bis zu elf Meter auf ihre endgültige Tiefe aus. Damit liegt die Bausohle deutlich unterhalb des Grundwasserniveaus.

Stabiles Fundament für das neue Terminal

Damit kein weiteres Wasser eindringt, wird die Baugrube vorher fest umschlossen. Dafür werden bis zu 14 Meter lange Stahlplatten, sogenannte Spundwände, von riesigen Baumaschinen in den Boden gerammt und gerüttelt. Anschließend wird das Loch von Spezialbaggern weiter ausgegraben. Die Bagger werden sich bereits nach ein bis zwei Metern auf das Grundwasserniveau vorgearbeitet haben. Bis zur endgültigen Tiefe wird dann überwiegend nass ausgehoben. Damit der Untergrund ein stabiles Fundament für das neue Terminal bildet, wird die unter Wasser liegende Bausohle mit schweren Auftriebsankern fixiert, bevor die Betonwanne am Grund des Wasserbeckens mit sogenanntem Unterwasserbeton ausgegossen wird. Speziell ausgebildete Taucher prüfen die Verankerung und sorgen dafür, dass der Untergrund für das Schütten der Betonsohle unter Wasser vorbereitet ist. Abschließend wird das Grundwasser abgepumpt.

Im gesamten Bauabschnitt gehen die Experten besonders grundwasserschonend vor: Das entnommene Grundwasser wird gereinigt und durch neue Versickerungsanlagen wieder dem Boden auf dem Flughafengelände zugeführt. Mit der anschließenden Trockenlegung ist die Baugrube fertig für den Start der nächsten Bauphase: dem Rohbau.

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